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Ökologisches Kochen

May 5th, 2010

Bio – gut und gesund

Heute kaufen beinahe drei Viertel aller Verbraucher aus den verschiedensten Gründen zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel. Hier stellt sich zunächst die interessante Frage: Sind Bio-Produkte tatsächlich besser und gesünder als andere?

Grundsätzlich wird beim ökologischen Anbau auf ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen allen natürlichen Komponenten geachtet. Das bedeutet grundsätzlich, dass auf alles verzichtet werden muss, was den Ertrag und die Wirtschaftlichkeit künstlich erhöht. Hierzu gehören beispielsweise auch chemische Düngemittel oder synthetischer Pflanzenschutz. Angebaut wird hier nur, was dem jeweiligen Standort und Klima entspricht. Auch die moderne Gentechnik ist sowohl beim ökologischen Anbau als auch der Tierzucht absolut Tabu.
Tiere auf sogenannten Bio-Höfen müssen artgerecht gehalten werden. Medikamente und Antibiotika sind nur für den Notfall da und dürfen keinesfalls rein prophylaktisch eingesetzt werden. Das hat zur Folge, das die Tiere hier zum Teil deutlich älter werden da sie nicht „gemästet“ werden und sich definitiv mehr bewegen. Folglich geht die Gewichtszunahme wesentlich langsamer voran.
Die ökologische Wirtschaft nimmt zudem auch einen sehr positiven Einfluss auf die Umwelt, ein Aspekt, der ebenfalls alles andere als unbedeutend ist.

Das Wissen um ökologisch angebautes Gemüse und gesunde Tiere sind deshalb ein wichtiger Grund dafür, dass immer mehr Verbraucher zu Bio-Produkten greifen, wenngleich sie auf Grund der vermehrten Arbeitsleistung und längerer Wachstums- oder Zuchtphasen teurer sein können.
Doch woran erkennt man Bio-Lebensmittel eigentlich? Grundsätzlich gilt: Wo „Bio“ oder „Öko“ draufsteht, ist auch „Bio“ oder „Öko“ drin! Wer dieses Siegel führen darf, unterliegt genau definierten Bestimmungen und Verordnungen. Doch was wären all diese Maßnahmen ohne wirksame Kontrollen. In Deutschland gibt es zu diesem Zweck 24 private Kontrollstellen, die amtlich zugelassen sind und staatlichen Kontrollbehörden unterstellt sind. Öko-Bauern und deren Betriebe werden hier mindestens einmal im Jahr, unter Umständen auch ohne Vorankündigung, kontrolliert.
Übrigens – ökologisch bedeutet grundsätzlich auch regional, denn auch möglichst kurze Transportwege tragen zum Schutz der Umwelt und der nachhaltigen Landwirtschaft bei.

In Deutschland boomt das Geschäft mit den Bio-Produkten. Immer mehr Verbraucher besinnen sich auf natürliche und gesunde Ernährung.
Mittlerweile haben viele Bauernhöfe hierzulande eigene kleine Bio-Läden. Auch Bio-Metzgereien und Bäckereien sind immer weiter auf dem Vormarsch.
Wer sich Zeit zum gezielten Einkaufen und Kochen nimmt, wird feststellen, dass „Bio“ oder „Öko“ sogar richtig gut schmeckt. Viele prominente Köche und „Michelin-Sternchen-Träger“ legen großen Wert auf gesundes Kochen und kreieren extravagante und trotzdem einfache Rezepte, die jedem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Selbst wer sich lieber außer Haus kulinarisch verwöhnen lassen und trotzdem nicht auf Bio-Gerichte verzichten möchte, findet zunehmend auch Bio-Restaurants – zumindest in den großen Städten.

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