Home > Küche allgemein > Der Vorteil von Induktionsherden gegenüber Herden mit Ceranfeld

Der Vorteil von Induktionsherden gegenüber Herden mit Ceranfeld

April 14th, 2011

Induktionsherde gehören zu den relativ modernen Geräten in der Küche. Sie sind erst seit etwa 30 Jahren auf dem Markt und überzeugen mit ihren Vorteilen immer mehr Kunden, weil sie komfortabel, energiesparend und sicher sind. Viele professionelle Köche schwören auf die neue Technik und auch in den Privathaushalten nimmt die Zahl der Induktionsherde stetig zu.

Bei Elektroherden mit Heizplatte oder Ceranfeld wird ein Heizwiderstand durch elektrischen Strom zum Glühen gebracht und die entstehende Strahlungswärme zum Erhitzen des Topfes genutzt.Der Induktionsherd unterscheidet sich äußerlich nicht wesentlich von einem Herd mit Ceranfeld. Er nutzt aber ein anderes physikalisches Prinzip aus. Das Herzstück eines Induktionskochfeldes ist die Induktionsspule aus Kupferdraht. Sie wird vom Strom durchflossen und erzeugt ein magnetisches Wechselfeld. Dieses elektromagnetische Feld ist in der Lage, in einem magnetischen Material Wirbelströme hervorzurufen, die das Metall wegen seines ohmschen Widerstandes erwärmen. Der magnetische Metalltopf wird also direkt von den in seinem Boden induzierten Wirbelströmen erhitzt und gibt die Wärme an das Kochgut ab. Der Topf steht auf einer Keramikfläche, die gleichzeitig die Induktionsspule und die Elektronik schützt. Induktionsherde lassen sich nicht mit jedem Kochtopf betreiben; für Induktion geeignete Töpfe erkennt man an dem Zeichen mit der symbolisierten Drahtwendel.

Es leuchtet ein, dass dieses Verfahren Vorteile hat. Die Ankochphase ist bei einem Herd mit Ceranfeld ziemlich lang, da zunächst der Heizer zum Glühen gebracht werden muss und dann die Wärme an den Topf oder die Pfanne weitergeleitet wird. Beim Induktionsherd entsteht die Wärme gleich dort, wo sie gebraucht wird. Andererseits lässt sich der Kochprozess viel leichter regulieren. Ist der Heizer des herkömmlichen Elektroherdes heiß, lässt sich die Hitze nicht sofort reduzieren und es kommt zum Überkochen oder das Essen brennt sogar an. Beim Induktionsherd lässt sich die Energiezufuhr ganz genau dosieren. Das erspart Ärger und unnötige Arbeit beim Reinigen der Kochfläche und Töpfe. Wird versehentlich doch etwas auf die Kochfläche verschüttet, ist die Reinigung kein Problem, weil sie nur wenig erwärmt wird.

Mit einem Induktionsherd lassen sich etwa 10 % der Energiekosten einsparen, da es keine ungenutzte Restwärme gibt. Die Wärmeabstrahlung an die Umgebung ist wesentlich geringer, das macht das Arbeiten angenehmer und man kann Lüftungskosten sparen. Dieser Vorteil wird in der Gastronomie sehr geschätzt, ist aber auch in der kleinen Küche von Bedeutung.
Besonders sicher ist ein Induktionsherd, weil er sich automatisch abschaltet, wenn kein Topf auf der Kochfläche steht.

Koch Küche allgemein

Comments are closed.