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Was ist Laktoseintoleranz?

March 14th, 2011
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Laktoseintoleranz ist die Unverträglichkeit von Milchzucker.
Wenn im Dünndarm kaum oder kein Milchzucker spaltendes Enzym (Laktase) gebildet wird, kann Milchzucker, also Laktose, nur eingeschränkt oder gar nicht verdaut werden. Der Magen-Darm-Trakt kann den Milchzucker nicht verarbeiten.
So gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm und die Darmbakterien vergären den Milchzucker zu Milchsäure, Gasen und anderen Stoffwechselprodukten, die die Darmschleimhaut reizen.
Dadurch kommt es zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfall und Blähungen. Werden durch den Verzehr von Milch oder Milchprodukten solche Beschwerden ausgelöst, spricht man von Laktoseintoleranz. Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter einer Laktoseintoleranz. In Deutschland rechnet man mit etwa 15 bis 20 Prozent. Bei unspezifischen Magen-Darm-Beschwerden sollte deshalb also auch immer auch an eine Milchzuckerunverträglichkeit gedacht werden. Diese kann unterschiedliche Ursachen haben und man kann sie auch nicht heilen. Die Betroffenen müssen selber herausfinden, wie viel Milchzucker sie vertragen und ihre Ernährung anpassen. Alternativ kann auch zu den Mahlzeiten künstlich hergestellte Laktase eingenommen werden. Aber eine laktosefreie oder laktosearme Diät ist empfehlenswert, um Beschwerden vorzubeugen. Allerdings ist bei dem weitgehenden Verzicht auf Milch und Milchprodukte darauf zu achten, sich ausgewogen zu ernähren, damit Kalziummangelerscheinungen vorgebeugt wird.
Es lassen sich drei Formen der Laktoseintoleranz unterscheiden:
Angeborener Laktasemangel
Dabei handelt es sich um die häufigste Form der Milchzuckerunverträglichkeit. Sie ist erblich.
Im Kindesalter wird noch eine ausreichende Menge Laktase gebildet, die aber mit zunehmendem Alter immer geringer wird. So kommt es im Laufe des Lebens zu einer Laktoseintoleranz.

Erworbener Laktasemangel
Der erworbene Laktasemangel tritt als Folge von Erkrankungen auf,
so zum Beispiel bei Zöliakie, Morbus Crohn, Infektionen, Darmgrippe, Magen-Darm-Operationen aber auch nach der Einnahme von Antibiotika oder Zytostatika.
Wenn diese Grunderkrankungen behandelbar sind, kann sich die Milchzuckerunverträglichkeit auch wieder zurückbilden.

Kongenitaler Laktasemangel
Dieses ist eine seltene, genetisch bedingte, angeborenen Erkrankung, bei der es sich um einen absoluten Laktasemangel handelt. Schon in den ersten Lebenswochen kommt es zu schweren Beschwerden wie massivem Durchfall, Austrocknung und Unterernährung. Hier muss eine strikt laktosefreie Diät eingehalten werden, denn sonst besteht die Gefahr einer Hirnschädigung.

Die Zeichen einer Milchzuckerunverträglichkeit sind oft schon kurz nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten oder anderen laktosehaltigen Lebensmitteln wie Kuchen, Eis und Schokolade zu bemerken. Typisch dafür sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Blähungen, aber auch Kopfschmerzen, Hautprobleme und Abgeschlagenheit kommen vor.

Um eine konkrete Diagnose zu stellen, gibt es unterschiedliche Testmöglichkeiten.

Ein Selbsttest lässt sich gut zu Hause durchführen. Nach mehreren Tagen laktosefreier Kost trinkt man ein Glas Wasser, in dem etwa 100 Gramm Milchzucker gelöst worden sind. Wenn danach die typischen Symptome bemerkt werden, kann es sich um eine Laktoseintoleranz handeln.

Beim Diättest ist es nötig, einige Tage auf Lebensmittel mit Laktose zu verzichten. Wenn dann Beschwerdefreiheit auftritt, kann das ein Hinweis auf Milchzuckerunverträglichkeit sein.

Der Laktosetoleranztest findet unter ärztlicher Aufsicht statt. Nach der Einnahme einer bestimmten Menge an Laktose sollte ein bis zwei Stunden danach der Blutzuckerspiegel ansteigen. Bei einem Laktasemangel geschieht das nicht, da der Milchzucker nicht aufgespalten werden kann.

Beim H2-Atemtest erhält der Patient eine Laktoselösung und wenn es sich um eine Laktoseintoleranz handelt, ist in der Ausatemluft Wasserstoff nachweisbar.

Mit einem Gentest lässt sich die genetisch bedingte Laktoseunverträglichkeit nachweisen. Dafür wird ein Wangenabstrich abgenommen, der dann im Labor untersucht wird.

Betroffene sollten sich immer über den Laktosegehalt von Nahrungsmittel informieren.
Oft kommt “versteckter” Milchzucker vor, wie in Kuchen, Wurstwaren, Fertiggerichten oder auch in Arzneimitteln.
Bei Laktoseintoleranz kann die Einnahme von Laktase helfen. Es gibt verschiedene
Laktase-Präparate, die direkt vor milchzuckerhaltigen Nahrungsmitteln einzunehmen sind. Man bekommt sie rezeptfrei in Apotheken, aber auch in Reformhäusern, Drogeriemärkten oder im Internet. Die günstigste Dosis muss jeder Betroffene am besten selbst herausfinden.
Seit einiger Zeit gibt es auch “laktosefreie” Milch und Milcherzeugnisse in Supermärkten und Reformhäusern. Das sind Lebensmittel, die mit dem Enzym Laktase behandelt wurden. Aber auch Produkte aus Sojamilch, Hafer- und Reismilch können sehr hilfreich sein.
Auf alle Fälle sollte man diese Möglichkeiten der Linderung und Behandlung in Betracht ziehen, denn auf Dauer kann die Darmschleimhaut durch eine Laktoseintoleranz geschädigt werden und somit wird die Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gestört

Ernährungstipps ,

Ernährungstipps für Allergiker

March 14th, 2011
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Im Zuge wissenschaftlicher medizinsicher Forschungen hat sich ergeben, dass ein enger Zusammenhang zwischen Allergien und allergieauslösenden Stoffen in Nahrunsgmitteln besteht. Um diese allergieauslösenden Substanzen nicht aufzunehmen, sollten Allergiker unbedingt darauf achten, was sie essen. Neben einer bestimmten Sachkenntnis und ausreichenden Informationen können sich Allergiker an den derzeit von den Verbraucherschützern geforderten und von den Lebensmittelerzeugern und -verarbeitern ausgezeichnete Angaben über Inhaltsstoffe auf Nahrungsmittelverpackungen orientieren.
Allergiker reagieren sowohl auf natürliche als auch auf künstliche Stoffe mit einer entsprechenden Überempfindlichkeit. Bei Naturkost wissen die meisten betroffenen Personen, welche Lebensmittel sie meiden sollen. Darüber hinaus sollten sie sich jedoch auch kundig machen, welche Nahrungsmittel einen Ersatz darstellen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Viele allergische Menschen reagieren überempfindlich auf Obst, Milch, Weizen oder andere Produkte. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Unverträglichkeiten oder Überempfindlichkeiten festgestellt und eingeteilt. Neben einer Fructose- und Laktoseintoleranz sind dies beispielsweise eine Überempfindlichkeit gegenüber Histamin und bestimmten Inhaltsstoffen des Mehls. ln erster Linie gilt es, Nahrungsmittel nicht aufzunehmen, welche diese Stoffe enthalten oder Speisen zu meiden, in denen diese Substanzen vorkommen. Im Zusammenhang mit der Zubereitung von Speisen werden für Allergiker spezielle Rezepte zusammengestellt, die eine ausgewogene und schmackhafte Ernährung ermöglichen.
Bei einer Allergie gegen Histamin ist es ratsam, histaminreiche Nahrungsmittel wegzulassen. Dies sind Lebensmittel, die einen intensiven Reifungsprozess hinter sich haben oder einer langen Aufgewahrung unterzogen werden. Salami, Käse saure Gurken und marinierter saurer Fisch gehören dazu. Außerdem existieren im Organismus des Menschen biochemische Stoffe, welche zur Freisetzung von Histamin beitragen. Diese sind in Nahrungsmitteln wie Erdbeeren, Fisch oder alkoholischen Getränken ebenfalls enthalten.
Liegen eine Laktoseintoleranz und eine Allergie gegen Milcheiweiss vor, steht das Weglassen von Milchprodukten und milchhaltigen Lebensmitteln im Vordergrund. In diesem Bezug weichen die Nahrungsmittel in ihrem Laktosegehalt voneinander ab. Entsprechende Angaben auf den Verpackungen oder einschlägige Listen geben darüber Auskunft. Wichtig ist es zudem, auf eine Ausgewogenheit bei der Nahrungsaufnahme zu achten.
Eine spezifische Kategorie der Allergien sind sogenannte Kreuzallergien. Wenn die Nahrungsmittel naturbelassen sind, dann sind allergische Reaktionen weniger häufig. Manche Allergene werden bei der Zubereitung der Speisen durch intensive Hitzeeinwirkung auch zerstört. Rohe Obst- und Gemüsesorten oder ungekochte Kräuter lösen eine Allergie aus, gekochte jedoch nicht.
Wenn Menschen unter einer Weizenallergie leiden, dann wird empfohlen, alle Weizensorten zu vermeiden. Dies sind beispielsweise Weizenkörner unbehandelt, Müsli, Weizen als Weizenkeimlinge oder -flocken, in Form von Getreidemahlerzeugnissen und Grieß, Kleie sowie Schrot. Darüber hinaus können auch Backwaren aus Weizenmehl allergische Reaktionen bedingen. Neben diversen Süßspeisen wie Pudding, Milchprodukte mit Körnereinlagen stehen gleichsam Fertigsuppen im Mittelpunkt. Dies gilt ebenso für zahlreiche diätetische Nahrungsmittel.

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